
Der Drink war in den 1980er Jahren extrem beliebt, aber berüchtigt als künstlich-süße Disko-Plörre. Bartender Jeffrey Morgenthaler rehabilitierte ihn 2012 radikal, indem er fassstarken Bourbon als balancierenden Gegenspieler hinzufügte.
Das Geheimnis der Morgenthaler-Methode ist zwingend der „Overproof“ Bourbon. Ein milder Whiskey würde im dicken Amaretto schlicht ertrinken, aber fassstarker Bourbon (über 50% Vol.) zähmt die Zuckermenge und bringt herbe Tannine ein. Das Eiweiß sorgt für ein seidiges Mundgefühl und nimmt dem Zitronensaft die Spitze.
Whiskey Sour (Bourbon, Zitrone, Zucker, Eiweiß); Pisco Sour (Pisco, Limette, Eiweiß); Cameron's Kick (Irish Whiskey, Scotch, Zitrone, Orgeat für Mandelnoten).
Amaretto: Disaronno ist Standard, Lazzaroni etwas trockener; Bourbon: extrem starker Rye Whiskey funktioniert fantastisch; Eiweiß: Aquafaba (Kichererbsenwasser) für eine vegane Variante.
Alkoholfreier Amaretto-Sirup mit frischer Zitrone, Eiweiß und alkoholfreiem Bourbon-Ersatz shaken. Fängt die nussig-cremige Sour-Textur optisch und geschmacklich wirklich hervorragend ein.
Kein dicker Schaum: zu kurz oder ohne anfänglichen Dry Shake geschüttelt; zu süß: einen Schuss mehr Zitrone oder einen noch stärkeren Bourbon nutzen.