
Ca. 1860, Mailand. Ursprungsname: Milano-Torino (MI-TO) – Campari aus Mailand, Wermut aus Turin. Als amerikanische Touristen während der Prohibition (1920–1933) nach Europa strömten und den Drink liebten, entstand der Spitzname „Americano". IBA- Klassiker.
In Ian Flemings „Casino Royale" (1953) bestellt James Bond im ersten Roman keinen Martini – er bestellt einen Americano. Erst später wird er zum Martini-Trinker. Der Americano ist zudem der direkte Vorläufer des Negroni (1919): Graf Negroni ließ das Sodawasser durch Gin ersetzen.
Campari: anderer roter Bitter; Aperol macht milder/süßer. Vermouth: gleiche Farbe/Stil nehmen; Carpano = voller/süßer, Dolin = leichter/trockener. Soda/Seltzer: stark gekühlt, viel Kohlensäure; Mineralwasser nur wenn kräftig sprudelig.
Annäherung: alkoholfreier Schaumwein, Verjus, alkoholfreier Aperitif oder Traubensaft trocken verlängert; Bitterkeit über alkoholfreien Bitter-Aperitif, Grapefruit, Tee oder kleine Menge Bitter-Alternative; Topper eiskalt, erst im Glas auffüllen. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Zu alkoholisch/scharf: länger rühren; zu wässrig: kürzer rühren, größeres/kälteres Eis. Schlaffe Kohlensäure: Topper eiskalt, zuletzt, nur kurz anheben statt rühren wie Beton.