
Prohibition-Ära USA, ca. 1920–1933. Erste schriftliche Dokumentation: Frank Meier, „The Artistry of Mixing Drinks" (1934, Ritz Paris). „The bee's knees" war 1920er-Slang für „das Absolute Beste". Der Honig sollte den üblen Geschmack von Bathtub Gin (illegal gebranntem Gin minderer Qualität) überdecken.
Honig verhält sich chemisch anders als Rohrzucker: Seine natürlichen Enzyme (besonders Invertase) reagieren mit Zitronensäure und erzeugen komplexere Verbindungen. Lavendelhonig, Wildblütenhonig, Akazienhonig – jeder ergibt einen anderen Bee's Knees. In der modernen Bartending-Szene gilt er als Testgetränk für Gin-Qualität: Ein guter Gin trägt durch den Honig hindurch.
Honig: Honigsirup 3:1 oder Agavensirup; Rohhonig pur löst schlecht. Zitrone: frisch; Limette macht kantiger und grüner. Gin: London Dry für Kante, Plymouth für weich, Old Tom für Süße.
Annäherung: alkoholfreier Gin-Style oder Wacholder-/Koriander-Tee; Sour-Struktur beibehalten: 2 Teile alkoholfreie Basis, 1 Teil Zitrus, 0.75–1 Teil Sirup. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu sauer: Sirup in 1-Barspoon-Schritten erhöhen; zu süß: frischen Zitrus nachziehen.