
Der Beeren-Mule ist eine moderne Gastronomie-Kreation, die auf dem Moscow Mule basiert. Der Moscow Mule selbst wurde um 1941 in Los Angeles von John G. Martin (Heublein/Smirnoff) und Jack Morgan (Cock 'n' Bull Ginger Beer) erfunden, um beide Produkte besser zu vermarkten. Die Mule-Familie hat sich seitdem in zahlreiche Varianten aufgefächert – der Beeren-Mule ist eine dieser zeitgemäßen Abwandlungen, die in der Craft-Cocktail-Bewegung der 2010er-Jahre populär wurde und keinem einzelnen Erfinder zugeschrieben werden kann.
Für ein optimales Ergebnis unbedingt echtes Ginger Beer (z. B. Fever-Tree, Bundaberg oder Fentimans) verwenden – Ginger Ale hat deutlich weniger Ingwärze und macht den Drink flach. Beim Muddeln der Beeren genug Druck aufwenden, um den Saft freizusetzen, aber nicht so fest, dass die Kerne zerquetscht werden. Frisch gepresster Limettensaft ist Pflicht – Flaschensaft ruiniert die Frische des Drinks. Vodka mit neutralem Profil (z. B. Absolut, Grey Goose) lässt die Beeren optimal zur Geltung kommen; ein aromatisierter Himbeer-Vodka kann die Fruchtigkeit verstärken, wirkt aber oft künstlich.
Moscow Mule (Klassiker ohne Beeren), Strawberry Mule (mit Erdbeeren), Blackberry Mule (nur Brombeeren), Kentucky Mule (Bourbon statt Vodka mit Beeren), Dark 'n' Stormy-Variante (Rum statt Vodka).
Ginger Beer: Im Notfall Ginger Ale verwenden, aber der Drink wird milder und weniger würzig – ggf. frisch geriebenen Ingwer hinzufügen. Frische Beeren: TK-Beeren funktionieren, sollten aber kurz aufgetaut werden; Beerenpüree (ungezuckert) als Alternative. Limettensaft: Zitronensaft ist ein akzeptabler Ersatz, verändert aber das Aromaprofil leicht.
Vodka durch alkoholfreien Wodka (z. B. Lyre's American Malt) oder einfach durch mehr Ginger Beer ersetzen. Alternativ: Beeren muddeln, Limettensaft und Ginger Beer mit einem Schuss Himbeersaft kombinieren – ergibt einen vollwertigen alkoholfreien Beerenmule.