
Der Black Russian wurde 1949 von Gustave Tops, dem Chefbartender des Hotel Métropole in Brüssel, kreiert. Er mixte ihn zu Ehren von Perle Mesta, der damaligen US-Botschafterin in Luxemburg. Der Name leitet sich von der sowjetischen Herkunft des Vodkas als Basis sowie der dunklen Farbe des Kaffeelikörs ab. Der Drink wurde 1998 offiziell in die IBA-Liste der zeitlosen Klassiker aufgenommen und bildet die Basis für den White Russian, der durch Sahne ergänzt wird.
Das klassische Verhältnis lautet 5:2 (Vodka zu Kahlúa), manche Bartender bevorzugen 5:2,5 für mehr Körper. Ein qualitativ hochwertiger, mildes Vodka wie Ketel One oder Belvedere trägt mehr zur Gesamtqualität bei als ein günstiger Brennbrand. Kahlúa ist der kanonische Kaffeelikör, aber Mr. Black Cold Brew Coffee Liqueur aus Australien liefert eine dunklere, weniger süße und röstaromatischere Variante, die viele moderne Bartender vorziehen. Wichtig: Nicht zu lang rühren – der Drink soll gekühlt, aber nicht verwässert sein. Eiswürfel statt Crushed Ice verwenden, da Crushed Ice zu schnell schmilzt und die Balance kippt.
White Russian: Black Russian mit 3 cl Sahne obenauf – entweder eingerührt oder als floating layer. Mudslide: Erweiterung mit Baileys Irish Cream und Vodka. Dirty Russian: Variante mit Cold Brew statt Kaffeelikör. Espresso Martini: spirituell verwandt, geschüttelt, mit frischem Espresso.
Kahlúa → Mr. Black Cold Brew Liqueur (weniger süß, ausgeprägter Kaffeecharakter, empfehlenswert); Tía María (milder, etwas floraler); hausgemachter Kaffeelikör aus Cold Brew + Vodka + Zucker. Vodka → neutraler Grain-Spirit funktioniert, aromatischere Wodkas (z. B. Żubrówka) verändern den Charakter deutlich.
Eine alkoholfreie Version ist möglich: 5 cl Cold Brew Kaffee (konzentriert) + 2 cl Kaffee-Sirup (Zucker + Espresso) über Eis rühren. Der Charakter kommt dem Original nahe, jedoch fehlt die alkoholische Wärme und der Schmelz des Likörs. Alternativ: alkoholfreier Kaffeelikör (z. B. Lyre's Coffee Originale) als Ersatz für beide Komponenten.