
1930, Harry Craddock, „The Savoy Cocktail Book". Benannt nach dem Stummfilm „Blood and Sand" (1922) mit Rudolph Valentino als Stierkämpfer – einer der größten Kassenerfolge der 1920er.
Ein Equal-Parts-Cocktail (1:1:1:1) lange bevor das Konzept trendy wurde. Scotch und Orangensaft klingen merkwürdig – tatsächlich harmonieren sie überraschend. Cherry Heering (seit 1818, Peter Heering, Kopenhagen) ist ein dänischer Kirschlikör mit Mandelnoten – komplexer als billige Cherry-Brandy-Substitute. Der Blood and Sand ist für Scotch-Skeptiker oft ein Bekehrungsgetränk.
Vermouth: gleiche Farbe/Stil nehmen; Carpano = voller/süßer, Dolin = leichter/trockener. Zitrone: frisch; Limette macht kantiger und grüner. Whiskey: Rye trockener/würziger, Bourbon süßer, Scotch rauchiger je nach Stil.
Annäherung: alkoholfreier Whiskey-Style, kräftiger Schwarztee oder gerösteter Gersten-Tee. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu sauer: Sirup in 1-Barspoon-Schritten erhöhen; zu süß: frischen Zitrus nachziehen.