
Der Blue Lagoon wurde 1972 von Andy MacElhone, Sohn des legendären Harry MacElhone (Gründer von Harry's New York Bar in Paris), kreiert. Andy MacElhone führte damals das berühmte Pariser Etablissement und entwickelte den Cocktail als eine Hommage an die farbenfrohen, tropisch inspirierten Drinks der frühen 1970er-Jahre. Die leuchtend blaue Farbe, erzeugt durch Blue Curaçao, war damals eine Neuheit in der Barwelt und machte den Drink sofort ikonisch. Das Rezept ist bei Difford's Guide dokumentiert und gilt als legitimer Klassiker der modernen Bargeschichte.
Die Wahl des Blue Curaçaos beeinflusst die Intensität der Farbe und den Orangegeschmack erheblich – Produkte mit künstlichen Farbstoffen liefern ein kräftigeres Blau, während hochwertigere Varianten (z. B. Senior & Co.) aromatisch überzeugender sind. Frisch gepresster Zitronensaft ist entscheidend: Abgepackter Saft aus der Flasche liefert eine stumpfe, wenig lebendige Säure. Beim Auffüllen mit Lemonade sollte niemals gerührt werden, da dies zu starkem Kohlensäureverlust führt. Wer eine tiefere Blaufärbung bevorzugt, kann den Curaçao-Anteil leicht erhöhen, riskiert aber mehr Süße.
Blue Lagoon als Shooter (Vodka und Blue Curaçao pur, ohne Auffüller); Blue Hawaii (ähnliches Farbkonzept, jedoch mit Rum und Ananassaft); Electric Lemonade (Vodka, Blue Curaçao, Zitronensaft, Soda – enger Verwandter ohne Lemonade).
Blue Curaçao: Kein direkter Ersatz für die Farbe, aber aromatisch kann Triple Sec oder Cointreau mit einem Tropfen blauer Lebensmittelfarbe kombiniert werden. Lemonade: Sprite oder 7UP funktionieren gut; alternativ Zuckersirup plus Sodawasser für mehr Kontrolle über die Süße.
Vodka durch Wasser oder Kokoswasser ersetzen, Blue Curaçao durch blaue Limonade (z. B. Blue Curacao Sirup ohne Alkohol von Monin oder Giffard) – ergibt eine optisch überzeugende, fruchtig-zitrusige Version. Die Balance sollte mit mehr frischem Zitronensaft angepasst werden, da der Sirup deutlich süßer ist als der Original-Curaçao-Likör.