
1927, Erskine Gwynne, Paris. Dokumentiert von Harry McElhone in „Barflies and Cocktails" (1927). Gwynne war ein reicher amerikanischer Expatriate, der in Paris das Literaturmagazin „The Boulevardier" herausgab.
Der Boulevardier ist der Whiskey-Negroni – strukturell identisch, aber mit völlig anderem Charakter. Bourbon bringt Karamell und Vanille statt Gins Wacholder. Jahrzehntelang vergessen, wurde er 2009 durch David Wondrichs Erwähnung in Esquire wiederentdeckt und ist seitdem weltweit auf jeder Top-Bar-Karte.
Campari: anderer roter Bitter; Aperol macht milder/süßer. Vermouth: gleiche Farbe/Stil nehmen; Carpano = voller/süßer, Dolin = leichter/trockener. Whiskey: Rye trockener/würziger, Bourbon süßer, Scotch rauchiger je nach Stil.
Annäherung: alkoholfreier Whiskey-Style, kräftiger Schwarztee oder gerösteter Gersten-Tee; Bitterkeit über alkoholfreien Bitter-Aperitif, Grapefruit, Tee oder kleine Menge Bitter-Alternative. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Zu alkoholisch/scharf: länger rühren; zu wässrig: kürzer rühren, größeres/kälteres Eis.