
Der Buck ist eine klassische Highball-Familie, die sich im frühen 20. Jahrhundert in der amerikanischen und britischen Barkultur etablierte. Die Kategorie definiert sich durch drei Komponenten: eine Basisspirituose, Zitrus- oder Limettensaft und Ingwerbier. Damit unterscheidet sich der Buck vom Mule (Limette statt Zitrone, meistens Vodka) und vom Fizz (Sodawasser statt Ginger Beer). Der Gin Buck ist eine der ältesten Variationen dieser Familie und findet sich in zahlreichen Barhandbüchern aus den 1930er und 1940er Jahren. Er gilt als direkter Vorläufer des heute populären Moscow Mule, der 1941 mit Vodka und Limette interpretiert wurde.
Ein hochwertiges Ginger Beer mit echter Ingwärme (z. B. Fever-Tree oder Bundaberg) macht den entscheidenden Unterschied gegenüber Ginger Ale, das meist zu süß und zu wenig scharf ist. Für den Gin empfiehlt sich ein klassisch-trockener London Dry Gin (z. B. Tanqueray oder Beefeater), da seine Wacholder- und Zitrusbotanik gut mit Ingwer harmoniert. Der Zitronensaft muss frisch gepresst sein – Flaschen- oder Konzentratware zerstört die Frische des Drinks. Beim Auffüllen das Ginger Beer langsam am Glasrand eingießen, um die Kohlensäure zu erhalten. Nicht zu stark rühren.
Moscow Mule (Vodka, Limette, Ginger Beer), Dark 'n' Stormy (Rum, Limette, Ginger Beer), Whisky Buck (Bourbon oder Rye statt Gin), Tequila Buck (Tequila, Limette, Ginger Beer – ähnlich dem Mexican Mule), Gin-Gin Mule (Gin, Minze, Limette, Ginger Beer – eine Modernvariante von Audrey Saunders).
Ginger Beer → Ginger Ale (milder, weniger scharf, als Notlösung geeignet, aber nicht ideal); Zitronensaft → Limettensaft (ergibt einen Gin Mule, etwas tropischer); London Dry Gin → New Western Gin (weichere Botanik, macht den Drink fruchtiger und runder).
Alkoholfreie Version: 4,5 cl alkoholfreier Gin (z. B. Seedlip Spice 94 oder Monday Gin) mit 1,5 cl frischem Zitronensaft und Ginger Beer auffüllen. Das Seedlip Spice 94 bringt ausreichend Würze mit, um eine sinnvolle Parallele zum Original herzustellen.