
Der Gin Tonic entstand im frühen 19. Jahrhundert in Britisch-Indien. Britische Soldaten und Kolonialbeamte nahmen Chinin in Form von Tonic Water als Malariaprophylaxe ein – der bittere Geschmack wurde durch Zugabe von Gin, Zucker, Wasser und Limette trinkbarer gemacht. Die Gin-Tonic-Kombination verbreitete sich daraufhin in ganz Britisch-Indien und gelangte schließlich nach Großbritannien. Heute gilt Spanien, insbesondere Sevilla und Madrid, als eines der wichtigsten Länder für die Gin-Tonic-Kultur, wo er häufig in großen Ballon-Gläsern serviert und aufwendig garniert wird.
Der Gin-zu-Tonic-Ratio ist entscheidend: 1:2 ist ein guter Ausgangspunkt, 1:3 macht den Drink leichter und erfrischender. Immer premium Tonic Water verwenden – günstige Tonic-Produkte enthalten oft zu viel Zucker und zu wenig Chinin-Qualität. Das Tonic sollte direkt aus dem Kühlschrank kommen oder sogar kurz vorgekühlt sein. Eis nie in den Gin geben, bevor das Tonic kommt – zuerst Gin, dann Tonic. Das Garnieren mit einem hochwertigen Limettenstück und leichtem Ausdrücken bringt die nötige Säure. Beim Rühren nach dem Tonic: immer vorsichtig, sonst geht Kohlensäure verloren. Die Wahl des Gins bestimmt die Charakterrichtung: London Dry für klassisch-wacholdrig, New Western für florale und fruchtige Profile.
Gin Basil Smash (Gin, Basilikum, Zitrone), Sloe Gin Tonic (mit Sloe Gin), Elderflower Gin Tonic (Schuss Holunderblütenlikör), Spanish Gin Tonic (Ballonglas, aufwendige Botanik-Garnitur), Pink Gin Tonic (mit Angostura Bitters oder Pink Gin)
Tonic Water: Im Notfall kann Bitter Lemon verwendet werden, ergibt jedoch mehr Süße und Zitruslastigkeit. Limette: Zitrone als Alternative möglich, ergibt ein frischeres, weniger tropisches Profil.
Alkoholfreie Version: 5 cl alkoholfreier Gin (z. B. Seedlip Garden 108 oder Lyre's Dry London Spirit) mit 12 cl hochwertigem Tonic Water und Limettenspalte – ergibt einen überraschend befriedigenden Aperitif-Drink, da die Botanik der alkoholfreien Spirits mit dem Tonic-Bitterstoff gut harmoniert.