
1943, Joe Sheridan, Chefkoch am Foynes Flying Boat Terminal (Irland, damals Europas wichtigster transatlantischer Flughafen). Für erschöpfte amerikanische Passagiere, die nach einem Sturm umkehren mussten. Als ein Passagier fragte, ob es brasilianischer Kaffee sei: „No, it's Irish coffee." Stanton Delaplane (US-Journalist) trank ihn 1952 am Shannon Airport und brachte das Rezept zum Buena Vista Café, San Francisco – das bis heute täglich ca. 2.000 Irish Coffees serviert.
Man trinkt durch die Sahne – der Kaffee-Whiskey-Kontrast mit der kalten Sahne ist der eigentliche Geschmackserlebnis. Joe Sheridan schrieb selbst ein Gedicht über seinen Drink: „Cream as rich as an Irish brogue."
Sahne/Milch: Kokoscreme oder Hafercreme, aber Süße/Fett neu balancieren. Whiskey: Rye trockener/würziger, Bourbon süßer, Scotch rauchiger je nach Stil.
Annäherung: alkoholfreier Aperitif/Likörersatz, Tee, Sirup und Säure; für Textur Sahne/Kokos/Hafer und ggf. Aquafaba nutzen. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu alkoholisch/scharf: länger rühren; zu wässrig: kürzer rühren, größeres/kälteres Eis. Schlaffe Kohlensäure: Topper eiskalt, zuletzt, nur kurz anheben statt rühren wie Beton. Geronnen/pappig: frische Milchprodukte, genug Kälte, Säure vorsichtig; Süße reduzieren.