
Der King James Martini ist eine gastronomische Kreation, die auf dem klassischen Dry Martini basiert und vermutlich in der britischen Barkultur entstanden ist. Die Kombination aus Gin und Scotch erinnert an den Affinity oder den Rob Roy in ihrer Idee, zwei britische Destillate zu verbinden. Ein direkter historischer Ursprung oder eine gesicherte Erstnennung ist nicht dokumentiert; der Drink gilt als moderner Signature-Cocktail, der den Dry Martini um eine schottische Dimension erweitert.
Das Scotch-Rinse entscheidet über den Charakter des Drinks: Ein leicht torfiger Islay-Scotch wie Laphroaig bringt deutliche Rauchigkeit, während ein Highland oder Speyside Whisky subtilere Malznoten liefert. Für das Rühren gilt: Qualität vor Quantität – lieber konstant und gleichmäßig rühren als zu kurz, da Unterkühlung und Verdünnung entscheidend sind. Ein vorgekühltes Glas ist Pflicht. Der Vermouth sollte frisch und gut gelagert sein (Kühlschrank, max. 4 Wochen nach Öffnen), da ranziger Vermouth den Drink ruiniert. Ein hochwertiger London Dry Gin mit klarem Wacholderprofil (z. B. Tanqueray, Beefeater) harmoniert am besten.
Dry Martini (ohne Scotch-Rinse, der klassische Ursprung), Smoky Martini (mit mehr Scotch-Anteil direkt im Drink), Vesper Martini (mit Vodka und Lillet Blanc), Tuxedo (Gin, Wermut, Maraschino, Absinthe-Rinse).
Trockener Wermut: Noilly Prat, Dolin Dry oder Martini Extra Dry – alle gut geeignet, wobei Noilly Prat nussiger ist. Scotch: Jeder blended oder single malt Scotch funktioniert; für weniger Rauch einen Speyside wie Glenfiddich wählen. London Dry Gin: Tanqueray, Beefeater oder Gordon's als Standardreferenzen.
Eine alkoholfreie Version ist konzeptionell möglich: 0%-Gin-Alternative (z. B. Seedlip Spice 94 oder Lyre's Dry London Spirit) kombiniert mit alkoholfreiem Wermut-Ersatz (z. B. Lyre's Dry Vermouth) und einem Tropfen flüssigem Rauch oder geräuchertem Salz am Glasrand als Scotch-Ersatz. Das Ergebnis weicht jedoch stark vom Original ab.