
Ca. 1923, Harry MacElhone, Harry's New York Bar, Paris. Benannt nach dem damals sensationellen Monkey Gland Treatment von Dr. Serge Voronoff (1866–1951): Er transplantierte Affenhoden-Gewebescheibchen auf Menschen als angebliches Verjüngungsmittel – 1920er- Schlagzeilen, bis als Scharlatenerei entlarvt.
Ein perfektes Beispiel für die schwarzhumorige Benennungspraxis der 1920er Bar-Kultur. Der Drink selbst ist unschuldig: Gin Sour mit Orangensaft (nahe am Bronx Cocktail), aber Absinthe und Grenadine geben unerwartete Tiefe.
Absinthe/Herbsaint: Pastis oder Anisée, sehr sparsam. Gin: London Dry für Kante, Plymouth für weich, Old Tom für Süße.
Annäherung: alkoholfreier Gin-Style oder Wacholder-/Koriander-Tee. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen.