
Der Name bezieht sich auf Admiral Horatio Nelson, der 1805 in der Schlacht von Trafalgar fiel. Der Legende nach wurde sein Leichnam in einem Fass mit Navy Rum konserviert, um ihn nach England zu transportieren. Seeleute bohrten heimlich Löcher in das Fass, um den Rum zu trinken („Tapping the Admiral"), weshalb Navy Rum fortan als „Nelson's Blood" bezeichnet wurde.
Die Finesse liegt in der Wahl des Rums. Ein leichter, spanischer weißer Rum geht gegen den Portwein komplett unter. Ein britischer Navy Rum (traditionell Pusser's) brings die nötigen Ester-Noten, Melasse-Schwere und Alkoholstärke mit, um dem rubinroten Portwein Paroli zu bieten. Der kleine Dash Angostura verbindet die Frucht des Weins mit den Gewürzen des Holzfasses.
New York Sour (mit Whiskey und Portwein-Float); El Presidente (Rum, Wermut, Grenadine, Curaçao); Kingston Negroni (Rum, Campari, Wermut).
Pusser's Navy Rum: dunkler Jamaika-Rum (z.B. Myers's oder Smith & Cross); Ruby Port: Tawny Port (wird nussiger) oder ein schwerer roter Wermut; Zitronensaft: Limette verändert den klassischen Charakter.
Alkoholfreier dunkler Rum-Ersatz gemischt mit ungesüßtem Kirsch- oder Traubensaft (für die Portwein-Illusion), Zuckersirup und frischer Zitrone. Liefert die Farbe und fruchtige Säure, verliert aber die historische Kraft.
Zu flach: Der Rum war nicht kräftig genug (mindestens 45% Vol. nutzen); zu süß: Zitronensaft minimal erhöhen oder Portwein-Menge drosseln.