
Es gibt mehrere Drinks namens 'Palm Beach' in der Bartradition. Der klassischste ist ein Gin-Vermouth-Grapefruit-Cocktail aus den 1940ern (dokumentiert bei Difford's Guide). Die vorliegende Version (Gin + Campari + Ananas) ist eine vereinfachte, longdrink-orientierte Variante — nicht die klassische, aber eine valide Interpretation, die in der deutschen Gastronomie verbreitet ist.
Frischer Ananassaft ist Pflicht — aus dem Karton hat er eine andere Süße-Säure-Balance und macht die Paarung mit Campari unharmonisch. Der Gin sollte London Dry sein — seine klare Botanik ist der ideale Kontrapunkt zu Camparis Komplexität.
Klassischer Palm Beach (Difford's): Gin + Sweet Vermouth + Grapefruitsaft; Negroni Tropical: mit Sweet Vermouth statt Ananas.
Campari: Aperol (milder, weniger bitter); Gin: Vodka (neutraler Charakter, weniger komplex).
Gin und Campari durch alkoholfreien Aperitif (Lyre's Aperitif Rosso) + Tonic ersetzen; Ananas wie gehabt.
Drink wirkt bitter und unangenehm harsch: Ananassaft war zu wenig oder zu sauer. Frischen, reifen Ananassaft verwenden und Campari-Menge auf 2 cl reduzieren.