
Ca. 1912, dokumentiert in Hugo Ensslins „Recipes for Mixed Drinks" (1916). Benannt nach dem Broadway-Musical „The Pink Lady" (1911). Wurde zum populären „Damen-Drink" der 1920–30er – eine Bezeichnung, die heute zurecht verworfen wird.
Die Kombination Gin + Applejack ist historisch bedeutsam: Beide waren in der Pre-Prohibition-Ära günstig und verbreitet. Grenadine gibt die namensgebende rosa Farbe. Die Pink Lady war jahrzehntelang ein Cocktail-Klischee – heute von Cocktail-Historikern als komplexer, ernsthafter Drink rehabilitiert.
Eiweiß: Aquafaba als vegane Alternative. Ei: pasteurisiertes Ei oder Aquafaba/Sahne je nach Texturziel. Simple Syrup: 1:1 Zuckerwasser; Rich Syrup 2:1 sparsamer dosieren. Zitrone: frisch; Limette macht kantiger und grüner. Gin: London Dry für Kante, Plymouth für weich, Old Tom für Süße. Brandy-Familie: gleiche Fruchtbasis/Stil wählen; Cognac ≠ Pisco ≠ Calvados.
Annäherung: alkoholfreier Gin-Style oder Wacholder-/Koriander-Tee; Sour-Struktur beibehalten: 2 Teile alkoholfreie Basis, 1 Teil Zitrus, 0.75–1 Teil Sirup. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu sauer: Sirup in 1-Barspoon-Schritten erhöhen; zu süß: frischen Zitrus nachziehen. Schlechter Schaum: erst trocken schütteln, dann mit Eis; Ei/Aquafaba frisch und sauber dosiert.