
Der Shirley Temple wurde in den 1930er-Jahren in Hollywood entwickelt, benannt nach der berühmten Kinderschauspielerin Shirley Temple (1928–2014). Laut verbreiteter Überlieferung kreierte das Royal Hawaiian Hotel in Honolulu oder das Chasen's Restaurant in Beverly Hills den Drink speziell für die junge Darstellerin, damit sie bei Erwachsenenveranstaltungen etwas Festliches trinken konnte, ohne Alkohol zu konsumieren. Shirley Temple selbst äußerte sich in späteren Jahren kritisch gegenüber dem Getränk und empfand die Assoziation mit dem sehr süßen Mocktail als wenig schmeichelhaft. Der Drink etablierte sich dennoch als Archetyp des kindgerechten Festgetränks und gilt als Urvater vieler moderner Mocktails.
Echte Granatapfel-Grenadine (z. B. Small Hand Foods oder selbst hergestellt) statt synthetischem Kirsch-Sirup macht den entscheidenden Qualitätsunterschied. Ginger Ale sollte gut gekühlt und frisch geöffnet sein, um maximale Kohlensäure zu gewährleisten. Wer eine dezentere Süße bevorzugt, kann frisch gepressten Orangensaft verwenden statt Saft aus der Flasche – das erhöht die Frische und Säure erheblich. Die Grenadine zuerst eingießen sorgt für den charakteristischen Farbverlauf, den Gäste oft bewundern. Nie kräftig umrühren – das zerstört die Kohlensäure und den Farbeffekt.
Roy Rogers: Variante mit Cola statt Ginger Ale, traditionell für Jungen gedacht. Dirty Shirley: Erwachsenenversion mit Vodka (ca. 4 cl). Arnold Palmer: verwandter alkoholfreier Klassiker aus Eistee und Limonade.
Ginger Ale → Ginger Beer (intensiver Ingwer-Charakter, weniger süß) oder Sprite/Lemonade (verliert den Ingwernote). Grenadine → selbst hergestellter Granatapfelsirup (1:1 Granatapfelsaft und Zucker) für deutlich bessere Qualität. Orangensaft → Grapefruitsaft für eine herbere, erwachsenere Variante.
Der Shirley Temple ist bereits alkoholfrei und bedarf keiner Anpassung. Er ist der definitive alkoholfreie Klassiker schlechthin.