
Paris, ca. 1920. Zwei Kandidaten: Harry MacElhone („ABC of Mixing Cocktails", 1922) und Robert Vermeire („Cocktails: How to Mix Them", 1922). MacElhone schrieb den Drink Pat MacGarry vom Buck's Club, London zu. Vermeire schrieb ihn einem ungenannten Offizier zu, der per Motorrad-Sidecar zur Bar fuhr.
Der Sidecar ist die Blaupause des Sour-Prinzips mit Likör statt Zucker. Die Brandy Crusta (Joseph Santini, New Orleans, ca. 1840–1850) ist sein dokumentierter Vorläufer: Cognac, Maraschino, Curaçao, Zitrone – in einem Glas mit vollständiger Zitronenschalenspirale. David Wondrich identifizierte sie als direkten Sidecar-Vorfahren.
Orange liqueur: Cointreau, Pierre Ferrand Dry Curaçao oder guter Triple Sec. Simple Syrup: 1:1 Zuckerwasser; Rich Syrup 2:1 sparsamer dosieren. Zitrone: frisch; Limette macht kantiger und grüner. Brandy-Familie: gleiche Fruchtbasis/Stil wählen; Cognac ≠ Pisco ≠ Calvados.
Annäherung: alkoholfreier Brandy-Style, Apfel-/Traubenbasis, Tee und Säure; Sour-Struktur beibehalten: 2 Teile alkoholfreie Basis, 1 Teil Zitrus, 0.75–1 Teil Sirup. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu sauer: Sirup in 1-Barspoon-Schritten erhöhen; zu süß: frischen Zitrus nachziehen.