
1988, Toby Cecchini, Odeon Bar, NYC. Cecchini standardisierte vier entscheidende Qualitätsentscheidungen, die den Cosmopolitan transformierten: Citrus Wodka (statt neutralem Wodka), Cointreau (statt billigem Triple Sec), frischer Limettensaft (statt Presslimette), reiner Cranberrysaft (statt Cocktail-Mix).
Die flambierte Orangenzeste (Zeste über einer Flamme ausdrücken, sodass das ätherische Öl entzündet wird und karamellisiert) ist Cecchinis Signatur-Touch: Sie fügt eine leicht bittere, karamellisierte Zitrusnote hinzu, die den Drink vom simplen Cosmo unterscheidet. „Sex and the City" (HBO, 1998–2004) machte Carrie Bradshaws Cosmopolitan zum kulturellen Symbol moderner Weiblichkeit.
Orange liqueur: Cointreau, Pierre Ferrand Dry Curaçao oder guter Triple Sec. Limette: immer frisch; Zitronensaft nur mit Rezeptanpassung. Wodka: neutraler guter Wodka; bei Highballs zählt Kälte mehr als Marketing.
Annäherung: alkoholfreier Neutralspirit oder einfach stark gekühlter Filler mit Säure; Sour-Struktur beibehalten: 2 Teile alkoholfreie Basis, 1 Teil Zitrus, 0.75–1 Teil Sirup. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu sauer: Sirup in 1-Barspoon-Schritten erhöhen; zu süß: frischen Zitrus nachziehen.