
Der Triple 'C' Martini ist kein klassischer IBA-Cocktail, sondern eine gastronomische Kreation, die das Konzept des Brandy-Martinis mit drei komplementären, auf C beginnenden Zutaten (Cognac, Cointreau, Crème de Cacao) aufgreift. Das Namenskonzept ist bartenderischer Spielerei entsprungen, verbreitet sich jedoch in verschiedenen Cocktailbüchern und gehobenen Bars als eigenständige Variation des Brandy-Martini-Genres.
Die Wahl des Cognac ist entscheidend: Ein VSOP mit deutlichen Frucht- und Röstaromen (z. B. Rémy Martin VSOP) funktioniert besser als ein sehr junger VS, der zu scharf wirken kann. Cointreau ist hier dem Triple Sec vorzuziehen, da er klarer und aromatischer ist. Weiße Crème de Cacao hält den Drink optisch klar; dunkle gibt mehr Schokoladentiefe, trübt aber den Drink leicht ein. Das Rühren darf nicht zu kurz ausfallen – unzureichende Dilution lässt den Alkohol zu kantig wirken. Das Glas muss wirklich kalt sein.
Brandy Alexander (mit Crème de Cacao und Sahne), Sidecar (Cognac, Cointreau, Zitronensaft – kein Cacao), Metropolitan (ähnliches Cognac-Cointreau-Verhältnis mit Himbeernoten).
Cointreau → Triple Sec (etwas flacher im Aroma, aber funktional) oder Grand Marnier (fügt zusätzliche Cognac-Tiefe hinzu). Crème de Cacao → Mozart Dry (weniger süß, eleganter). Cognac → Armagnac (erdiger, rustikaler Charakter).
Eine alkoholfreie Version ist strukturell schwierig, da alle drei Zutaten Spirituosen sind. Annäherungsweise: Seedlip Spice 94 als Cognac-Ersatz, alkoholfreier Orangen-Sirup statt Cointreau, Schokoladensirup mit etwas Vanilleextrakt statt Crème de Cacao – das Ergebnis weicht jedoch deutlich vom Original ab.