
Der Vodka Soda hat keine präzise dokumentierte Entstehungsgeschichte und ist keinem einzelnen Bartender oder Ort zuzuschreiben. Er entwickelte sich als natürliche Vereinfachung des Vodka Tonic – ohne den Bittergeschmack des Tonics – und gewann vor allem in den 1980er und 1990er Jahren in den USA an Popularität, als kalorienarme Longdrinks in Mode kamen. Sodawasser fügt keine Kalorien hinzu, was den Drink bei kalorienbewussten Konsumenten beliebt macht. Er gilt heute als einer der meistbestellten Bardrinks weltweit, obwohl er in keiner offiziellen IBA-Liste geführt wird.
Die Qualität des Vodkas ist bei diesem Drink entscheidend, da er sich nirgends verstecken kann – ein butterweicher, gut destillierter Vodka (z. B. aus Weizen oder Roggen) ergibt ein deutlich angenehmeres Ergebnis als ein günstiger Massenmarkt-Vodka. Das Sodawasser sollte frisch geöffnet und eiskalt sein; abgestandenes Soda macht den Drink flach. Große Eiswürfel bevorzugen, da sie langsamer schmelzen und den Drink weniger verwässern. Das sanfte, einmalige Umrühren ist wichtig – mehrfaches Rühren zerstört die Kohlensäure. Wer möchte, kann die Limettenspalte leicht in das Glas ausdrücken, um eine dezente Zitrusnote einzubringen.
Vodka Tonic (mit Tonic Water statt Soda, bitterer und aromatischer), Vodka Lime Soda (mit Limettensaft und Soda, mehr Säure), Vodka Cucumber Soda (mit Gurkenscheiben und Minze, sommerlicher), Skinny Bitch (eine Variante mit besonderem Fokus auf Kalorienarmut).
Sodawasser kann durch Mineralwasser mit Kohlensäure ersetzt werden, was einen etwas weicheren und mineralischeren Charakter ergibt. Für mehr Geschmack kann ein Flavored Soda (z. B. Grapefruit-Soda) verwendet werden, was den Drink jedoch in Richtung Highball verschiebt.
Eine alkoholfreie Version ist möglich: Alkoholfreien Gin oder Seedlip Spice 94 (3 cl) mit Sodawasser aufgießen und mit Limette garnieren. Alternativ kann ein hochwertiges Mineralwasser mit Kohlensäure, einem Spritzer Limettensaft und einer Gurkenscheibe serviert werden, was Frische ohne Alkohol bietet.