
1923, Harry MacElhone, Ciro's Club, London. Eine frühere Version (1919) mit Crème de Menthe stammt von Harry Craddock – MacElhones Version (Gin + Cointreau + Zitronensaft) setzte sich durch und wurde im „ABC of Mixing Cocktails" (1923) dokumentiert.
Die White Lady ist strukturell identisch mit dem Sidecar – nur Gin statt Cognac. Cognac gibt Wärme und Frucht; Gin gibt Kräuter und Frische. Der Name bezieht sich auf die elfenbeinfarbige Schaumkrone. Historisch auch als Chelsea Sidecar oder Triangle bezeichnet.
Orange liqueur: Cointreau, Pierre Ferrand Dry Curaçao oder guter Triple Sec. Eiweiß: Aquafaba als vegane Alternative. Ei: pasteurisiertes Ei oder Aquafaba/Sahne je nach Texturziel. Simple Syrup: 1:1 Zuckerwasser; Rich Syrup 2:1 sparsamer dosieren. Zitrone: frisch; Limette macht kantiger und grüner. Gin: London Dry für Kante, Plymouth für weich, Old Tom für Süße.
Annäherung: alkoholfreier Gin-Style oder Wacholder-/Koriander-Tee; Sour-Struktur beibehalten: 2 Teile alkoholfreie Basis, 1 Teil Zitrus, 0.75–1 Teil Sirup. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu sauer: Sirup in 1-Barspoon-Schritten erhöhen; zu süß: frischen Zitrus nachziehen. Schlechter Schaum: erst trocken schütteln, dann mit Eis; Ei/Aquafaba frisch und sauber dosiert.