
1970er USA, entstanden als süßer Massendrink mit der Amaretto-Importwelle (Disaronno ab 1974 in den USA). Keine dokumentierte Erfinderperson.
Amaretto (ital. „ein wenig bitter") ist eigentlich aus Aprikosenkernen und Bittermandeln, nicht aus Süßmandeln. Disaronno behauptet, das Rezept stamme aus dem 16. Jahrhundert von einer Frau in Saronno, die dem Maler Bernardino Luini als Dankeschön für ein Madonna-Gemälde einen Aprikosenkern-Likör anbot. Historisch unbeweisbar, aber schön. Lazzaroni Amaretto (1851) ist komplexer und authentischer. Die Neuinterpretation von Jeffrey Morgenthaler (2012, mit Bourbon) ist unter Nr. 77 separat aufgeführt.
Simple Syrup: 1:1 Zuckerwasser; Rich Syrup 2:1 sparsamer dosieren. Zitrone: frisch; Limette macht kantiger und grüner.
Annäherung: alkoholfreier Aperitif/Likörersatz, Tee, Sirup und Säure; Bitterkeit über alkoholfreien Bitter-Aperitif, Grapefruit, Tee oder kleine Menge Bitter-Alternative; Sour-Struktur beibehalten: 2 Teile alkoholfreie Basis, 1 Teil Zitrus, 0.75–1 Teil Sirup. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu sauer: Sirup in 1-Barspoon-Schritten erhöhen; zu süß: frischen Zitrus nachziehen.