
Ca. 1920er, Paris. Dokumentiert in Robert Vermeires „Cocktails: How to Mix Them" (1922). Benannt nach der bekanntesten Avenue Frankreichs.
Green Chartreuse (seit 1764, Chartreuse-Mönche, Voiron, Frankreich) enthält 130 Kräuter und ist einer der wenigen Liköre, die sich im Glas mit der Zeit weiterentwickeln. 55% Vol. Das Rezept kennen ausschließlich zwei Mönche des Kartäuserordens gleichzeitig. Der Champs-Élysées verbindet Cognac-Eleganz mit botanischer Chartreuse-Intensität.
Sidecar (Cognac, Cointreau, Zitrone); Last Word (Gin, Chartreuse, Maraschino); Bijou (Gin, Wermut, Chartreuse).
Chartreuse: schwer 1:1; Kräuterlikör plus wenig Honig/Zitrus als Notlösung. Simple Syrup: 1:1 Zuckerwasser; Rich Syrup 2:1 sparsamer dosieren. Zitrone: frisch; Limette macht kantiger und grüner. Brandy-Familie: gleiche Fruchtbasis/Stil wählen; Cognac ≠ Pisco ≠ Calvados.
Annäherung: alkoholfreier Brandy-Style, Apfel-/Traubenbasis, Tee und Säure; Bitterkeit über alkoholfreien Bitter-Aperitif, Grapefruit, Tee oder kleine Menge Bitter-Alternative; Sour-Struktur beibehalten: 2 Teile alkoholfreie Basis, 1 Teil Zitrus, 0.75–1 Teil Sirup. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu sauer: Sirup in 1-Barspoon-Schritten erhöhen; zu süß: frischen Zitrus nachziehen.