
Ca. 1883, Shoomaker's Bar, Washington D.C. Benannt nach Colonel Joe Rickey, einem demokratischen Lobbyisten aus Missouri, der den Drink für sich erfand. Ein Zeitungsartikel von 1883 dokumentiert die Erfindung. Die Gin-Version ersetzte später den originalen Rye.
Der Gin Rickey ist ein ungesüßter Highball – kein Sirup, kein Zucker. Die Bitterkeit der Limette und der Gin stehen ungebremst im Zentrum. F. Scott Fitzgerald erwähnte
ihn in „The Great Gatsby" (1925). Seit 2011 ist der Gin Rickey der offizielle Cocktail von Washington D.C. (Juli-Monat).
Simple Syrup: 1:1 Zuckerwasser; Rich Syrup 2:1 sparsamer dosieren. Limette: immer frisch; Zitronensaft nur mit Rezeptanpassung. Soda/Seltzer: stark gekühlt, viel Kohlensäure; Mineralwasser nur wenn kräftig sprudelig. Gin: London Dry für Kante, Plymouth für weich, Old Tom für Süße.
Annäherung: alkoholfreier Gin-Style oder Wacholder-/Koriander-Tee; Topper eiskalt, erst im Glas auffüllen. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Flach/warm: kräftiger mit hartem Eis schütteln und sofort abseihen. Zu sauer: Sirup in 1-Barspoon-Schritten erhöhen; zu süß: frischen Zitrus nachziehen. Schlaffe Kohlensäure: Topper eiskalt, zuletzt, nur kurz anheben statt rühren wie Beton.