
Ca. 1920er, Frankreich. Benannt nach dem französischen Fechter und Olympiachampion Lucien Gaudin (1886–1963), der bei den Olympischen Spielen 1928 (Amsterdam) Gold im Florett-Einzel gewann.
Ein Equal-Parts-ähnlicher Drink mit vier Zutaten – der Campari bringt Bitterkeit, der trockene Wermut Herbheit, Cointreau Süße und Zitrus, Gin das Rückgrat. Strukturell zwischen Negroni (gerührt, bitter) und Corpse Reviver (geschüttelt, Zitrus). Heute selten auf Karten, von Cocktail-Historikern geschätzt.
Orange liqueur: Cointreau, Pierre Ferrand Dry Curaçao oder guter Triple Sec. Campari: anderer roter Bitter; Aperol macht milder/süßer. Vermouth: gleiche Farbe/Stil nehmen; Carpano = voller/süßer, Dolin = leichter/trockener. Gin: London Dry für Kante, Plymouth für weich, Old Tom für Süße.
Annäherung: alkoholfreier Gin-Style oder Wacholder-/Koriander-Tee; Bitterkeit über alkoholfreien Bitter-Aperitif, Grapefruit, Tee oder kleine Menge Bitter-Alternative; Sour-Struktur beibehalten: 2 Teile alkoholfreie Basis, 1 Teil Zitrus, 0.75–1 Teil Sirup. Hinweis: echte 0,0-Version nur mit alkoholfreien Bitters/Aperitifs.
Zu alkoholisch/scharf: länger rühren; zu wässrig: kürzer rühren, größeres/kälteres Eis.