
Spritz / Highball / Sparkling
Martini Rosato Spritz
Zutaten
- Martini Rosato Vermouth7.5 cl Liste
- Prosecco (Extra Dry oder Brut)7.5 cl Liste
- Sodawasser3 cl Liste
- Orangenscheibe1 Stück Liste
- Frische Himbeeren oder Erdbeere2-3 Stück Liste
Garnitur: Orangenscheibe, frische Himbeeren oder Erdbeere am Glasrand
Zubereitung
1. Ein großes Weinglas mit reichlich Eiswürfeln füllen. 2. 7,5 cl Martini Rosato über das Eis gießen. 3. 7,5 cl gut gekühlten Prosecco oder Sekt langsam am Glasrand entlangführen, um die Kohlensäure zu erhalten. 4. 3–4 cl Sodawasser vorsichtig aufgießen. 5. Einmal sanft mit einem Barlöffel von unten nach oben rühren, um die Zutaten zu verbinden, ohne die Kohlensäure zu zerstören. 6. Mit einer Orangenscheibe und frischen Himbeeren oder einer Erdbeere garnieren und sofort servieren.
Geschmacksprofil
fruchtig, floral, leicht süß, beerig, spritzig
Balance
Balance-Achsen: Süße / Frische. Ziel: Lebhafter, leicht süßer Aperitivo mit ausreichend Kohlensäure. Bei zu süß: Prosecco-Anteil erhöhen oder mehr Sodawasser hinzufügen. Bei zu frisch/dünn: Martini-Rosato-Anteil leicht erhöhen und Sodawasser reduzieren.
Geschichte & Herkunft
Der Martini Rosato Spritz ist eine zeitgenössische Gastronomie-Kreation, die im Kontext des Spritz-Trends der 2010er-Jahre entstanden ist. Martini & Rossi, die traditionsreiche Turiner Vermouth-Marke (gegründet 1863), brachte das Martini Rosato ursprünglich in den 1980er-Jahren auf den Markt – eine eigene Kreation aus weißem und rotem Vermouth, die sich durch ihre rosafarbene Farbe und Beerenaromatik auszeichnet. Der Spritz als Trinktradition hat seine Wurzeln in Venetien, wo im 19. Jahrhundert österreichische Soldaten Wein mit Wasser streckten. Die moderne Aperitivo-Kultur, angetrieben durch Marken wie Aperol und Campari, machte den Spritz zum europäischen Sommercocktail par excellence – und Martini positionierte das Rosato als elegante Variante für diesen Trend.
Finessen & Tiefenwissen
Das Glas sollte gut gekühlt sein, bevor der Drink gebaut wird – ein warmes Glas kostet Kohlensäure und Frische. Martini Rosato sollte immer kühl gelagert werden, idealerweise im Kühlschrank, da er nach dem Öffnen schnell oxidiert. Prosecco sollte nicht zu herb (Brut Nature) sein, ein Extra Dry oder Brut harmoniert besser mit der Süße des Rosato. Das Sodawasser zuletzt und sehr langsam aufgießen, um Schaumverlust zu minimieren. Frische Beeren als Garnitur sind kein reiner Ästhetikfaktor – sie driften langsam in den Drink und intensivieren das Beerenaroma in den letzten Schlucken.
Varianten
Klassischer Aperol Spritz (Aperol statt Martini Rosato); Martini Fiero Spritz (Martini Fiero mit Tonic Water statt Prosecco); Lillet Rosé Spritz (ähnliche Stilistik mit Lillet Rosé); Campari Spritz (bitterer, intensiver).
Ersatz-Zutaten
Martini Rosato → Lillet Rosé (trockener, weniger süß) oder Noilly Prat Rouge (kräftiger, würziger); Prosecco → Cava oder Crémant d'Alsace (trockener, feinere Bläschen); Sodawasser → stilles Mineralwasser (weniger Sprudeligkeit).
Alkoholfreie Annäherung
Für eine alkoholfreie Version: 7,5 cl Seedlip Spice 94 oder Lyre's Aperitif Rosso mit 7,5 cl alkoholfreiem Sekt (z. B. Leitz Eins Zwei Zero Sparkling) und Sodawasser ersetzen. Alternativ eine Basis aus Himbeer-Hibiskus-Sirup (1,5 cl), frisch gepresstem Grapefruitsaft (3 cl) und Mineralwasser mit Kohlensäure (15 cl) aufbauen – ergibt eine ähnliche Farbe und Fruchtsäure.
Fehlerdiagnose
- Zu wenig Kohlensäure: Entsteht, wenn Prosecco und Sodawasser zu schnell oder aus zu großer Höhe eingegossen werden. Lösung: Immer am Glasrand entlangführen und langsam aufgießen. 2. Zu süß und flach: Häufig durch ein falsches Verhältnis (zu viel Rosato, zu wenig Sekt). Das klassische Verhältnis 1:1:0,5 (Vermouth:Sekt:Soda) beibehalten. 3. Verwässert und geschmacklos: Zu viel Eis oder Eiswürfel, die zu klein sind und schnell schmelzen. Große, langsam schmelzende Würfel verwenden und den Drink zügig servieren.




