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Martini Bianco Spritz Cocktail – Cocktail Compass

Spritz / Highball / Sparkling

Martini Bianco Spritz

Martini Bianco VermouthHighballBauen (Build)Einfach

Zutaten

  • Martini Bianco Vermouth
    7.5 cl Liste
  • Tonic Water
    7.5 cl Liste
  • Zitronenscheibe
    1 Stück Liste
  • Minzezweig (optional)
    1 Zweig Liste

Garnitur: Scheibe frischer Zitrone oder Limette, optional frische Minzezweig

Zubereitung

1. Ein Highball-Glas mit möglichst vielen Eiswürfeln füllen, damit das Eis langsam schmilzt und den Drink nicht verwässert. 2. 7,5 cl Martini Bianco über das Eis gießen. 3. Mit 7,5 cl Tonic Water aufgießen – dabei langsam über einen Löffelrücken einschenken, um die Kohlensäure zu erhalten. 4. Einmal vorsichtig mit einem Barlöffel umrühren. 5. Mit einer frischen Zitronenscheibe oder Limettenscheibe garnieren, optional einen Minzezweig hinzufügen.

Geschmacksprofil

blumig, vanillig, leicht süß, erfrischend, kräuterwürzig

Balance

Balance-Achsen: Süße (Vermouth) / Bitterkeit & Kohlensäure (Tonic). Ziel: Angenehm süßer, aber nicht schwerer Aperitif mit spritziger Frische. Bei zu süß: Anteil Tonic Water erhöhen oder ein trockeneres Tonic wählen. Bei zu bitter: Mehr Martini Bianco verwenden oder ein weniger bitteres Tonic Water einsetzen.

Geschichte & Herkunft

Martini Bianco ist ein weißer Süßvermouth der Marke Martini & Rossi, erstmals 1910 eingeführt. Er basiert auf weißem Wein aus dem Piemont, aromatisiert mit Vanille, Wermut und einer Reihe von Kräutern und Gewürzen. Der Trend, Vermouth mit Tonic Water zu einem Spritz zu verlängern, entwickelte sich in den 2000er und 2010er Jahren im Zuge der Aperitif-Renaissance in Europa, inspiriert durch die spanische Vermouth-Kultur (Vermut con soda) sowie den Boom von Premium-Tonic-Marken. Der Martini Bianco Spritz ist eine Gastronomieklassikation, die von der Marke Martini & Rossi aktiv beworben wird und kein historisch dokumentierter Cocktailklassiker ist.

Finessen & Tiefenwissen

Die Wahl des Tonic Waters ist entscheidend: Ein aromatisches Tonic mit Zitrusanteilen (z.B. Fever-Tree Mediterranean Tonic) ergänzt die blumigen Noten des Bianco ideal, während ein klassisch-bitteres Indian Tonic (z.B. Schweppes) mehr Kontrast schafft. Das Glas sollte großzügig mit Eiswürfeln gefüllt sein – viel Eis kühlt schneller und schmilzt langsamer, was Verwässerung minimiert. Das Tonic immer zuletzt und möglichst über den Barlöffelrücken eingießen, um die Kohlensäure zu schonen. Der Martini Bianco sollte gut gekühlt sein; warm eingeschütteter Vermouth verwässert den Drink unnötig.

Varianten

Martini Rosso Spritz (mit rotem Vermouth, voller und kräuterwürziger), Martini Fiero & Tonic (bitterorangiger Charakter), Aperol Spritz (mit Prosecco statt Tonic), Lillet Blanc Tonic (eleganter und weniger süß).

Ersatz-Zutaten

Martini Bianco kann durch andere weiße Süßvermouths ersetzt werden, z.B. Cinzano Bianco (ähnliches Profil, etwas süßer) oder Noilly Prat Ambre (würziger, weniger süß). Tonic Water kann durch Ginger Ale ersetzt werden, was dem Drink eine wärmere, ingwerige Note verleiht.

Alkoholfreie Annäherung

Eine alkoholfreie Version gelingt mit einem alkoholfreien Vermouth-Ersatz wie Lyre's Aperitif Rosso (weißes Äquivalent) oder einem aromatisierten Traubensaft mit Kräuterinfusion, aufgefüllt mit aromatisiertem Tonic Water und einem Spritzer Zitronensaft. Die charakteristische Kräuter-Vanille-Note lässt sich annähernd nachbilden, ist aber ohne echten Vermouth schwer originalgetreu umzusetzen.

Fehlerdiagnose

  1. Zu wenig Eis: Mit wenig Eis erwärmt sich der Drink schnell und verwässert stärker – immer das Glas randvoll mit Eis füllen. 2. Tonic zu schnell eingeschüttet: Wenn das Tonic zu schwungvoll eingegossen wird, entweicht die Kohlensäure und der Drink wirkt flach – stets langsam über den Barlöffelrücken eingießen. 3. Falsche Reihenfolge: Den Vermouth immer vor dem Tonic ins Glas geben, damit das Tonic den Vermouth anhebt und gleichmäßig vermischt, ohne intensives Rühren zu erfordern.

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