
Sour / Daisy
Jasmine
Zutaten
- Gin (London Dry)4,5 cl Liste
- Campari0,75 cl Liste
- Triple Sec (Cointreau)0,75 cl Liste
- Frischer Zitronensaft2,25 cl Liste
- ZitronenzesteGarnitur Liste
Garnitur: Zitronenzeste
Zubereitung
Gin, Campari, Cointreau und Zitronensaft in den Shaker geben. Mit reichlich Eis kräftig kalt schütteln. In eine vorgekühlte Coupe doppelt abseihen. Tipp: Genau abmessen, Cointreau wird schnell dominant. Dekoration: Zitronenzeste über dem Drink ausdrücken.
Geschmacksprofil
bitter, zitrisch, floral. Schmeckt wie ein extrem trockener Grapefruitsaft, obwohl gar keine Grapefruit im Rezept enthalten ist.
Balance
Balance-Achsen: Bitterkeit/Säure/Süße. Ziel: Campari und Zitrone erzeugen eine herbe Illusion; der Triple Sec bringt gerade genug Süße, um den Drink harmonisch und trinkbar zu machen.
Geschichte & Herkunft
Kreiert in den 1990er Jahren von Paul Harrington in der Townhouse Bar, Kalifornien. Ein befreundeter Gast bat ihn um einen völlig neuen Drink, der sich optisch und geschmacklich massiv vom Standard abhebt.
Finessen & Tiefenwissen
Die Farbe erinnert an rosa Grapefruitsaft, und witzigerweise ist genau das die primäre Assoziation beim Trinken. Der Gin liefert ein starkes botanisches Rückgrat, während Campari den Cointreau massiv austrocknet. Ein brillanter Beweis für Synergie-Effekte im Glas.
Varianten
Enzoni (Gin, Campari, Zitrone, frische Trauben); Negroni (gerührt, mit rotem Wermut statt Zitrone); Corpse Reviver No. 2 (Gin, Lillet, Cointreau, Zitrone).
Ersatz-Zutaten
Gin: Wodka macht ihn weicher und neutraler; Campari: Aperol (verändert das Profil massiv zu süß); Cointreau: Pierre Ferrand Dry Curaçao.
Alkoholfreie Annäherung
Alkoholfreier Gin und alkoholfreier Bitter gemischt mit etwas Orangensirup und Zitrone. Fängt die trockene Grapefruit-Illusion erstaunlich gut ein und erfrischt enorm.
Fehlerdiagnose
Zu sauer: minimal mehr Cointreau oder einen Spritzer Zuckersirup; zu bitter: Campari-Anteil leicht reduzieren.




