
Tropical / Tiki / Swizzle
Bitter Mai Tai
Zutaten
- Campari4,5 cl Liste
- Jamaikanischer Rum (Overproof oder Aged)2,25 cl Liste
- Orange Curaçao1,5 cl Liste
- Orgeat (Mandelsirup)2,25 cl Liste
- Frischer Limettensaft3 cl Liste
- Minzbusch und LimetteGarnitur Liste
Garnitur: Minzzweig und halbe Limette
Zubereitung
Campari, Jamaika-Rum, Curaçao, Orgeat und Limettensaft in den Shaker geben. Mit Crushed Ice kräftig schütteln. Unabgeseiht in einen großen Tumbler gießen. Mit Crushed Ice auffüllen, bis sich ein Hügel bildet. Dekoration: Buschiger Minzzweig und die ausgepresste Limettenhälfte.
Geschmacksprofil
Extrem bitter-süß, nussig, tropisch. Ein leuchtend roter Mai Tai, der die typische Mandel-Süße durch eine knallharte Rhabarber-Bitterkeit bricht.
Balance
Balance-Achsen: Bitterkeit/Mandelsüße/Säure. Ziel: Campari ersetzt den Großteil des Rums und liefert enorme Herbe; Orgeat fängt diese ab, während Limette Frische bringt.
Geschichte & Herkunft
Kreiert 2011 von Jeremy Oertel (ja, wieder er!) in der Dram Bar in Brooklyn. Der Drink bewies eindrucksvoll, dass italienische Amari perfekte Tiki-Basen abgeben können.
Finessen & Tiefenwissen
Wo der klassische Mai Tai voll auf Rum-Ester setzt, stellt der Bitter Mai Tai den Campari ins Rampenlicht (4,5 cl!). Der kleine Anteil Jamaika-Rum reicht völlig aus, um das tropische Gerüst aufrechtzuerhalten. Die dichte Mandelsüße des Orgeats und der Campari gehen eine erstaunlich harmonische Bindung ein, die an Grapefruit und Marzipan erinnert.
Varianten
Mai Tai (Klassiker); Jungle Bird (Campari, Rum, Ananas); Chestnut Cup (Gin, Campari, Orgeat, Zitrone).
Ersatz-Zutaten
Campari: Aperol (macht ihn viel zu harmlos und süß); Jamaika-Rum: Mezcal für eine extrem rauchige Kante; Orgeat: unersetzlich.
Alkoholfreie Annäherung
Alkoholfreier Bitter-Aperitif, Orgeat und Limette. Ergibt eine fantastische, tiefrote und nussige Limonade, die erstaunlich nah ans Original kommt.
Fehlerdiagnose
Zu herb: Orgeat minimal erhöhen; zu sauer: Limettensaft auf 2 cl reduzieren.




