
Spirit-forward / Stirred
East India
Zutaten
Garnitur: Kirsch (Maraschino-Kirsche) oder abgeriebene Orangenschale
Zubereitung
1. Die Zutaten (Brandy, Curacao, Pineapple Syrup) mit Eis in ein Rührglas geben. 2. Mit einem Barlöffel etwa 30 Sekunden lang rühren, bis alles gut gekühlt ist. 3. In eine gekühlte Coupe abseihen. 4. Mit einer Kirsche garnieren oder der Länge nach mit einer Orangenschale abreiben und diese dann über den Glasrand legen.
Geschmacksprofil
süß, orangig, ananas, warm, würzig
Geschichte & Herkunft
Der East India ist ein klassischer Cocktail, der erstmals in Harry Johnsons eigenem 'New and Improved Bartender's Manual' von 1882 erwähnt wurde. Er ist ein typischer Vertreter der sogenannten 'Improved Cocktails' dieser Zeit, bei denen Liköre und Sirupe die Basis-Spirituose verfeinerten. Der Name spielt auf die British East India Company an.
Balance
Varianten
East India No. 2 (mit Rum statt Brandy), Brandy Cocktail (Brandy + Angostura + Zucker).
Finessen & Tiefenwissen
Verwende einen guten, nicht zu jungen Brandy (z.B. Cognac VSOP). Der Curacao sollte hochwertig sein – bruyant ist eine gute Wahl. Der Pineapple Syrup sollte nicht zu dünnflüssig sein; ein guter, hausgemachter oder gekaufter Sirup funktioniert am besten. Auf keinen Fall Rum verwenden – das wäre ein anderer Cocktail (East India No. 2).
Ersatz-Zutaten
Brandy: Cognac oder Armagnac. Curacao: Cointreau, Grand Marnier oder Triple Sec (letzteres verleiht weniger orange Würze). Pineapple Syrup: selbstgemacht (Ananassaft + Zucker).
Alkoholfreie Annäherung
Eine alkoholfreie Version ist möglich, aber nicht zu empfehlen, da Brandy den Charakter trägt. Denkbar wäre ein alkoholfreier Brandy-Ersatz, Curacao-Ersatz (z.B. Orangensaft mit Bitter) und Ananassirup.
Fehlerdiagnose
Zu süß: Zu viel Curacao oder Pineapple Syrup. Zu dünn: Zu wenig Brandy oder zu viel Eis. Zu warm: Nicht lange genug gerührt.



