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Bijou Cocktail – Cocktail Compass

Spirit-forward / Stirred

Bijou

GinCoupeRühren; Abseihen; Öle ausdrückenEinfach

Zutaten

Garnitur: Zitronenzeste und Cocktailkirsche

Zubereitung

Gin, roten Wermut, Green Chartreuse und Bitters in ein Rührglas geben. Mit reichlich Eis sehr ausdauernd rühren, da der Alkoholgehalt enorm hoch ist. In eine vorgekühlte Coupe abseihen. Tipp: Moderne Bartender passen die Equal-Parts oft an. Dekoration: Zitronenzeste ausdrücken, Kirsche zugeben.

Geschmacksprofil

extrem kräutrig, schwer, süßlich. Ein absolut wuchtiger Vintage-Cocktail, der nach feuchten Alpenkräutern, Wacholder und dunklen Trauben schmeckt.

Balance

Balance-Achsen: Alpenkräuter/Wermutsüße. Ziel: Ein Equal-Parts-Drink, bei dem der enorm kräftige Green Chartreuse (55%) droht, den Gin und Wermut komplett zu erschlagen.

Geschichte & Herkunft

Erfunden von Harry Johnson und erstmals 1900 in seinem „Bartenders' Manual" veröffentlicht. Der Name „Bijou" (Juwel) spielt auf die Farben der Zutaten an: Gin für Diamant, Wermut für Rubin, Chartreuse für Smaragd.

Finessen & Tiefenwissen

Das ursprüngliche 1:1:1 Rezept ist für heutige Gaumen oft viel zu Chartreuse-lastig. Viele moderne Bars servieren ihn im Verhältnis 4,5 cl Gin, 2 cl Wermut und 1,5 cl Chartreuse. So rückt der Wacholder wieder in den Fokus und die süßen Kräuter werden zum massiven Gewürz.

Varianten

Negroni (Campari statt Chartreuse); Last Word (Gin, Chartreuse, Limette, Maraschino); Green Point (Rye, Chartreuse, Wermut).

Ersatz-Zutaten

Green Chartreuse: Yellow Chartreuse macht ihn weicher; roter Wermut: trockener Wermut für eine „Dry Bijou" Variante; Orange Bitters: weglassen.

Alkoholfreie Annäherung

Unmöglich. Die Magie dieses Rezeptes beruht zu 100 Prozent auf der Dichte und der Viskosität hochprozentiger, extrem aromatischer Liköre.

Fehlerdiagnose

Schmeckt nur nach Hustensaft: Rezept anpassen und Gin-Anteil deutlich erhöhen, Chartreuse drosseln.

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